Nie wieder Krieg!

August 1924  - 

Der 10. Jahrestag des 

Beginns des Weltkrieges 

und die Friedensbewegung der 1920er Jahre

Im August 1924 jährte sich zum 10. Male der Beginn des Weltkrieges, der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. 

Die Menschen hatten diesen Krieg im Jahr 1924 noch in guter Erinnerung. 
Der Internationale Gewerkschaftsbund verfasste einen Aufruf mit dem Titel: „Krieg dem Kriege“. Käthe Kollwitz zeichnete für die Kampagne eines ihrer eindrucksvollsten Motive, das in 14 Ländern verbreitet wurde. 

AUSSTELLUNG

August bis November 2024
Öffnungszeiten

  So. 4.8.2024    (Gedenktag 1924) 14 bis 17 Uhr / 15 Uhr Führung 
So. 1.9.2024    (Antikriegstag) 14 bis 17 Uhr / 15 Uhr Führung 
So. 8.9.2024    (Tag des offenen Denkmals) 11 bis 17 Uhr / 15 Uhr Führung 
So. 17.11.2024  (Volkstrauertag) 14 bis 17 Uhr / 15 Uhr Führung 


So. 4.8.2024 - 17 Uhr Lesung - Die Antikriegsbewegung der 1920er Jahre
1.9. 2024 Lesung zum Antikriegstag vor hundert Jahren 
Veranstaltung des DGB Stadtverbandes Wuppertal und Arbeit und Leben
beide Lesungen mit Olaf Reitz

Ort: Verteilungsstelle Kunst und Geschichte
Sedanstr. 86/88, 42281 Wuppertal

Unter Events finden Sie die nächsten Veranstaltungen und Rückblicke
unter Galerie Eindrücke von vergangenen Ausstellungen und Veranstaltungen

Nächste Veranstaltung

‚Its a Real Coincidence‘ 

20. und 21. Juli 2024, 20:30 Uhr

eine Aufführung, die physisches Theater, Tanz, Live-Musik und Beleuchtung kombiniert. Vertont mit einer immersiven Musikpartitur, die  von Ian Nyquist (Irland) und Oriol Luna (Spanien) komponiert wurde und Audio-Interviews, Lieder und Gesten enthält, die von O’Carroll und Kasser zu den Themen irische Mythologie, Frauen in der Kunst und Skulpturen im öffentlichen Raum gesammelt wurden. Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Programms Irische Kunst und Kultur in Deutschland im Jahr 2024 “Zeitgeist Irland 24” statt. 

 

Das aktuelle 

Projekt 

Zurzeit ist eine Ausstellung in Vorbereitung, die die Kriegsgefahr und die Friedensbewegung der 1920er Jahre darstellt. Anlass ist der 10. Jahrestag des Beginns des (1.) Weltkrieges, der von der noch vom Krieg gezeichneten Gesellschaft mit großer Anteilnahme und kontroversen Debatten begangen wurde. 
Bezüge zur heutigen Kriegsgefahr und Situation sind möglich und gewünscht - doch jedem selbst überlassen.

< Die Verteilungsstelle 143 im Jahr 1930

Grabe, wo du stehst!


Das Ladenlokal an der Sedanstr. in Barmen war einst die „Verteilungsstelle 143“ der Konsumgenossenschaft „Vorwärts-Befreiung“. 1928, in der Blütezeit der sozialistischen Konsumgenossenschaften, wurde das Haus errichtet um die Bewohner des neu entstehenden Stadtteils mit guten und preiswerten Lebensmitten zu versorgen. Die Wohnanlagen und Wohnhöfe auf den Sedansberg waren in den 1920er Jahren das größte Bauprojekt der Stadt Barmen. Unter den Stichworten „Licht, Luft Sonne“ entstanden hier gesunde, repräsentative und komfortable Bauten. Bis Anfang der 1990er Jahre wurde in dem Laden Lebensmittel verkauft, zuletzt von dem Nachfolgeunternehmen der Genossenschaften, „COOP“. 

In den Schaufenstern ist einiges zur Geschichte aufgeführt. 

Unser Projekt

die Verteilungsstelle Kunst und Geschichte


Nun wird das Ladenlokal als Veranstaltungsraum, Atelier, Galerie und Ausstellungsfläche genutzt. Doch mit der neuen Nutzung möchten wir zugleich an dem Vergangenen, an der Geschichte und dem Selbstverständnis der Genossenschaftler von „Vorwärts-Befreiung“ anknüpfen. So haben wir auch diesen alten Namen und die Bezeichnung „Verteilungsstelle“, bei denen noch die damaligen Emanzipationsbestrebungen der Arbeiterschaft, ihre Hoffnung auf Sozialismus, Wohlstand und Frieden, anklingen, verwendet.

 

Zwei ständige Ausstellungseinheiten befassen sich mit der Verkaufskultur und dem Wohnen in den 1920er Jahren. Sie zeigen die Geschichte des Ortes und des Stadtteils und leisten so einen Beitrag zur Stadtgeschichte und Identität des Stadtteils.

 

Von Zeit zu Zeit gibt es Wechselausstellungen, die möglichst die Lebensverhältnisse und Themen der 1920er Jahre aufgreifen. 

So gab es 2023 eine Ausstellung zum Inflationsjahr 1923 im Wuppertal und 2024 eine Ausstellung zum größten Streik in der Stadtgeschichte – dem Kampf um den Achtstundentag im Jahr 1924.

Was erwartet Sie:

„Millionen ruhen in den Gräbern; Millionen Krüppel leben unter uns: Millionen Kinder werden ihr Leben lang den Stempel der „großen Zeit“ tragen; Millionen sind arbeitslos; Millionen darben und hungern. Noch sind die Ruinen nicht aufgebaut, noch ist die Wirtschaft nicht im Gange; noch sieht jeder, der sehen will, die Verheerungen des Krieges. Aber schon wagen sich die Kriegshetzer wieder hervor.“  Aus dem Aufruf des IGB, Juli 24

 „Aber das Gefühl des Abscheus vor dem Kriege genügt nicht, die Völker müssen zur Erkenntnis der Ursachen der Kriege kommen, um sie zu beseitigen. (…) wir müssen eine Weltordnung beseitigen, die immer wieder Kriegsverbrecher erzeugt, die uns ständig mit allem Unheil der Barbarei bedroht.“
                                             
Aus dem Aufruf des IGB, Juli 1924

Die Verteilungsstelle Kunst und Geschichte - geeignet für Vorträge , Veranstaltungen und Ausstellungen.

Eingerichtet 1928 als "Verteilungsstelle 143" der Konsumgenossenschaft 
"Vorwärts-Befreiung".

Eindrücke von der Ausstellung 

"Das Inflationsjahr 1923 im Wuppertal"

 Foto: Gerd Neumann, Wuppertal 

Führungen durch die Ausstellung können vereinbart werden.

Zum Tag der Industreikultur am Sonntag, dem 12.5.2024 werden die Spuren der Geschichte im und am Haus, wird die Geschichte des Unternehmens "Vorwärs-Befreiung" anhand einer kleinen Ausstellung erläutert.

Der Raum eignet sich für 

Ausstellungen - bevorzugt zur Kunst und Geschichte

.

für Seminare und Vorträge

oder Workshops - und möchte mit dem Angebot zum Kulturleben des Stadt und des Stadtteils - dem Sedansberg - beitragen.

Die Verteilungsstelle an der Sedanstr.  1930.
Im September 1928 als "Verteilungsstelle 143" der Konsumgenossenschaft 
"Vorwärts-Befreiung" eröffnet.

Über uns

wir sind politisch, geschichtlich und künstlersich engagierte und diskussionsfreudige Menschen - und freuen uns über interessante Begegnungen.