Verteilungsstelle
Kunst und Geschichte
ehemals Verteilungsstelle 143 der Konsumgenossenschaft „Vorwärts-Befreiung“
ein Veranstaltungs- und Ausstellungsort
Nächste Veranstaltung:
Sonntag, 21.6.2026
17:00 Uhr
Lesung: Vor 85 Jahren:
22. Juni 1941
Beginn des Krieges
gegen die Sowjetunion
Nächste Öffnungszeit
Sonntag, 5.7.2026,
14-17 Uhr
Führung 15:00 Uhr
Zum Internationalen Genossenschaftstag -
erster Sonntag im Juli
seit 1923!
Vorteilhaft einkaufen in den 1920er Jahren. Das Ladenlokal auf der Sedanstraße in Barmen war zur Bauzeit (1928) eine mustergültige Verkaufsstelle der Konsumgenossenschaft „Vorwärts-Befreiung“. Die Konsumgenossenschaft war eine Selbsthilfeorganisation. Die Mitglieder kauften gute Ware zu günstigem Preis. Zugleich war man stolz auf modernste Verkaufskultur. Die „kombinierte Verteilungsstelle“ an der Sedanstraße hatte Abteilungen für Brot, Milch und Käse, Fleisch- und Wurstwaren, Konserven, Gemüse sowie Kolonialwaren. Arbeitsbedingungen und Hygiene waren vorbildlich. Als Verbraucherorganisation sollte die Genossenschaft zugleich Hebel zur Durchsetzung einer künftigen sozialistischen Gesellschaft sein. Der Name „Vorwärts-Befreiung“ war Programm.
Eine Ladeneinrichtung aus den 1920er Jahren und eine Ausstellung dokumentieren die genossenschaftliche Verkaufskultur.
Ort: Verteilungsstelle Kunst und Geschichte, Sedanstraße 86,
42281 Wuppertal
(Foto: Wolf Birke, Wuppertal)
Vor 85 Jahren – 22. Juni 1941. Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion.
Lesung: So., 21. Juni 2026,
17 Uhr
Im Juni 1941 überfiel das Deutsche Reich die Sowjetunion. Es wurde der schrecklichste und brutalste Krieg der jüngeren Geschichte. In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion wird die Erinnerung an die ca. 27 Millionen Opfer in den Familien und durch die jährlichen Siegesfeiern wachgehalten. Auch in vielen deutschen Familien wird man sich der Opfer, die dieser Krieg kostete, und in welcher Weise er die Soldaten zeichnete und traumatisierte, erinnern.
Dieser Krieg im Osten unterschied sich von anderenorts geführten Kriegen des NS-Regimes. In der Sprache des NS-Regimes war es der Feldzug gegen den „jüdisch-bolschewistischen Untermenschen“. Mit demrassenideologisch propagierten Vernichtungskrieg sollte der Boden bereitet werden für ein deutsches Kolonialreich im Osten, ein „Deutsches Indien“. Die deutschen Soldaten wussten, dass sie für keine ihrer Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden würden; auch nicht gegenüber der Zivilbevölkerung. Die systematische Hinrichtung von Juden, Lehrern, Priestern, Gebildeten und Kommunisten war gewollt und bezweckt.
Mit Texten des Publizisten und Wuppertaler Rabbinersohnes Albert Norden (1904-1982) sowie mit Berichten und Erinnerungen von wichtigen Ereignissen und Wendepunkten dieses Krieges soll insbesondere die Perspektive der sowjetischen Völker aufgezeigt und erinnert werden.
Eingeladen sind auch die Nachfahren, die heute unter uns in Wuppertal leben und über ihre Erinnerungskultur berichten können.
Eine Lesung mit dem Schauspieler Olaf Reitz, mit Katy Göbel und Reiner Rhefus
Im September 2026 -
125 Jahre Kunstseide im Wuppertal
Im Jahr 1901 zogen die "Vereinigten Glanzstoff-Fabriken AG.", angeregt und finanziert durch den Direktor der Bergisch-Märkischen Bank in Elberfeld, Dr. Hans Jordan, von Aachen nach Elberfeld. Schon zuvor hatte sich die Färberei J. P. Bemberg, Barmen, mit Verfahren zur Herstellung von Kunstseide befasst. 1904 wurde dann auch bei den "Elberfelder Farbenfabriken, vorm. Friedr. Bayer & Co. AG" ein eigenes, weiteres Verfahren zur künstlichen Herstellung von Seide, der "Kunstseide", entwickelt. "Glanzstoff" wurde 1916 zum bedeutentsten deutschen Kunstseide-Konzern.
Bis in die 1920er Jahre entwickelten sich die beiden alten Textilstädte Elberfeld und Barmen zum Mittelpunkt der deutschen Kunstseidenindustrie...
Ausstellung in der Verteilungsstelle
Vortrag am 3.9.2026, 19 Uhr
Seniorenresidenz am Laurentiusplatz,
Auer Schulstraße 12, 42103 Wuppertal
(im ehem. Sitzungszimmer des Glanzstoff-Konzerns)
In Vorbereitung
Helene Stöcker - Armin T. Wegener - und die „Liga gegen koloniale Unterdrückung“
Imperialismus & Kolonialismus und seine Widersacher in den 1920er Jahren
AUSSTELLUNG in Vorbereitung
Herbst/Winter 2026
Die aus dem Wuppertal stammenden Autoren Helene Stöcker, Armin T. Wegener und Wolfgang Abendroth waren scharfe Kritiker des Kolonialismus und Imperialismus.
Im Jahr 1926, vor 100 Jahren, waren sie an der Gründung der "Liga gegen koloniale Unterdrückung und Imperialismus" beteiligt.
Im Februar 1927 fand der erste internationale Kongress mit ca. 800 Delegierten aus allen Kontinenten statt. Die "Liga" und der Kongress in Brüssel trugen entscheidend zur Vernetzung der Befreiungskämpfe in aller Welt, vor allem jedoch zur internationalen Unterstützung der Revolution in China, bei.
Die Verteilungsstelle 143
Grabe, wo du stehst!
Die Verteilungsstelle 143 – der Laden in der Sedanstr. - wurde 1928 als 143. Verkaufsstelle der Konsumgenossenschaft
„Vorwärts-Befreiung“ eröffnet.
Eine ständige Ausstellungseinheit stellt die genossenschaftliche Verkaufskultur und die sozialen Kämpfe der Arbeiterbewegung im Wuppertal und im rheinisch-westfälischen Industriegebiet in den 1920er Jahren dar.
Unser Projekt
die Verteilungsstelle Kunst und Geschichte
Nun wird das Ladenlokal als Veranstaltungsraum, Atelier, Galerie und Ausstellungsfläche genutzt. Doch mit der neuen Nutzung möchten wir zugleich an dem Vergangenen, an der Geschichte und dem Selbstverständnis der Genossenschaftler von „Vorwärts-Befreiung“ anknüpfen. So haben wir auch diesen alten Namen und die Bezeichnung „Verteilungsstelle“, bei denen noch die damaligen Emanzipationsbestrebungen der Arbeiterschaft, ihre Hoffnung auf Sozialismus, Wohlstand und Frieden anklingen, verwendet.
Zwei ständige Ausstellungseinheiten befassen sich mit der Verkaufskultur und dem Wohnen in den 1920er Jahren. Sie zeigen die Geschichte des Ortes und des Stadtteils und leisten so einen Beitrag zur Stadtgeschichte und Identität des Stadtteils.
Von Zeit zu Zeit gibt es Wechselausstellungen, die möglichst die Lebensverhältnisse und Themen der 1920er Jahre aufgreifen.
So gab es 2023 eine Ausstellung zum Inflationsjahr 1923 im Wuppertal und 2024 eine Ausstellung zum größten Streik in der Stadtgeschichte – dem Kampf um den Achtstundentag im Jahr 1924.
Eine Auswahl bisheriger Aktivitäten:
Die Verteilungsstelle Kunst und Geschichte - geeignet für Vorträge , Veranstaltungen und Ausstellungen.
Eingerichtet 1928 als "Verteilungsstelle 143" der Konsumgenossenschaft
"Vorwärts-Befreiung".
Die Verteilungsstelle Kunst und Geschichte - geeignet für Vorträge , Veranstaltungen und Ausstellungen.
Eingerichtet 1928 als "Verteilungsstelle 143" der Konsumgenossenschaft
"Vorwärts-Befreiung".
„Millionen ruhen in den Gräbern; Millionen Krüppel leben unter uns: Millionen Kinder werden ihr Leben lang den Stempel der „großen Zeit“ tragen; Millionen sind arbeitslos; Millionen darben und hungern. Noch sind die Ruinen nicht aufgebaut, noch ist die Wirtschaft nicht im Gange; noch sieht jeder, der sehen will, die Verheerungen des Krieges. Aber schon wagen sich die Kriegshetzer wieder hervor.“ Aus dem Aufruf des IGB, Juli 24
„Aber das Gefühl des Abscheus vor dem Kriege genügt nicht, die Völker müssen zur Erkenntnis der Ursachen der Kriege kommen, um sie zu beseitigen. (…) wir müssen eine Weltordnung beseitigen, die immer wieder Kriegsverbrecher erzeugt, die uns ständig mit allem Unheil der Barbarei bedroht.“
Aus dem Aufruf des IGB, Juli 1924
Eindrücke von der Ausstellung
"Das Inflationsjahr 1923 im Wuppertal"
Foto: Gerd Neumann, Wuppertal
Führungen durch die Ausstellung können vereinbart werden.
Zum Tag der Wuppertaler Industriekultur, regelmäßig am Sonntag vor Pfingsten, werden die Spuren der Geschichte im und am Haus, wird die Geschichte des Unternehmens "Vorwärts-Befreiung" anhand einer Ausstellung erläutert.
Der Raum eignet sich für
Ausstellungen - bevorzugt zur Kunst und Geschichte
.
für Seminare, Worshops und Vorträge.
Die Verteilungsstelle an der Sedanstr. 1930.
Im September 1928 als "Verteilungsstelle 143" der Konsumgenossenschaft
"Vorwärts-Befreiung" eröffnet.
Über uns
wir sind politisch, geschichtlich und künstlersich engagierte und diskussionsfreudige Menschen - und freuen uns über interessante Begegnungen.